Die Geschichte des Pfarrhofes

Der Pfarrhof Söchau

Für den Pfarrer von Söchau gab es wahrscheinlich von Anfang an einen Pfarrhof. Denn die früheste urkundliche Nennung des dem Riegersburger Hauptpfarrer unterstehenden Vikariats St. Veit in Söchau stammt aus 1418 im Zusammenhang mit einem Ungarneinfall. Die Grenzlage führte auch zu Raubüberfällen: 1605 durch die Haiducken und 1704 durch die Kuruzen.

In früherer Zeit führte jeder Pfarrer eine Landwirtschaft und hatte dafür sein Gesinde. Deshalb ist der um 1730 erbaute Pfarrhof Söchau auch relativ groß. Im Inventar von 1861 heißt es: „Das Pfarrhaus zu Söchau liegt am Schlusse des gleichnamigen Dorfes auf einer sanften Anhöhe bei 30 Schritte von der Kirche entfernt, ist solid mit einem Stockwerke gemauert und mit Ziegeln gedeckt, und aus einem Erdgeschosse besteht, das einen mit Ziegeln gepflasterten Dachboden hat. Im Pfarrhofe sind im 1. Stocke 5 und zu ebener Erde 6 Zimmer und 3 Kammern.“

Pfarrkirche Hl. Veit

Die Ursprünge der Kirche gehen ins 12. Jahrhundert zurück. 1662 bis 1667 wurde das Kirchenschiff im Barock erneuert, 1780 erhielt die Kirche ihren Zwiebelturm. Geweiht ist die Kirche dem hl. Vitus/hl. Veit. Seine Statue im Inneren stammt aus dem Jahre 1520.

1418 wird erstmals die Kirche genannt. Dass lässt den Schluss zu, dass Söchau einer der ältesten Orte der Oststeiermark sein könnte. Die Kirche hat demnach wahrscheinlich bereits im 12. Jahrhundert bestanden – als Tochterpfarre von Riegersburg.

Im 17. Jahrhundert wurde um die Kirche ein Wehrkirchhof mit einer 2,5 m hohen, mit Schießscharten ausgestatteten Tabormauer – eine der wenigen noch heute erhaltenen – errichtet.

Von den Türkenkriegen ist wenig für den kleinen Ort überliefert. Viele Wehrbauten in der Umgebung, wie zB die Riegersburg, lassen erahnen, dass die Osmanen eine ständige und große Gefahr für die Region darstellten. Auch eine Sage gibt es dazu:
So sollen Bauern aus Söchau und Umgebung zur Selbsthilfe gegriffen haben, den Türken entgegengezogen sein und sie vor dem Himmelreich, beim Edeltor, zu einer blutigen Schlacht gefordert haben. Viele Türken wurden von den Bauern erschlagen und gleich an Ort und Stelle verscharrt. Lange Zeit soll es an dieser Stelle gegeistert haben, an finsteren Nächten habe man ein blaues Flämmchen wahrgenommen.

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